Die Landschaftskunst von Ralf Witthaus

Blog zu Kunstprojekten, Rasenmäherzeichnungen, Ausstellungen / von 2010 – heute

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Pressemitteilung der Emmanuel Walderdorff Galerie zum kommenden Landschaftskunstwerk „Was ihr seht“ in Österreich

07. Juni 2024 von Ralf Witthaus · Allgemein

Im Rahmen der Kunstausstellung „sensus terrae“ in der Auchrachmühle Rumplmayr legt der Künstler Ralf Witthaus von 10. bis 13.07.2024 seine große Rasenmäherzeichnung „Was ihr seht“ an.

Ralf Witthaus hat sich durch Großprojekte der Landschaftskunst wie z. B. einer 650 Meter langen gezeichneten Perlenkette in den italienischen Alpen oder einem sieben Kilometer messenden neuen temporären Weg rund um Köln einen Namen gemacht. Jetzt ist er von dem Ausstellungsmacher Emmanuel Walderdorff eingeladen, für die am 14.7. öffnende Ausstellung „sensus terrae“ ein Landschaftskunstwerk im Salzkammergut zu schaffen. Vor den Toren der Aurachmühle in Neukirchen fertigt er mit seinem Team eine Zeichnung mit Motorsensen und Rasenmähern an, die zwei 150 Meter lange Sichtachsen mit Text in den Bergwiesen der benachbarten Bauern bildet. Das Kunstwerk aus diesen zwei sich kreuzenden Linien beinhaltet den Satz: „Seid, was ihr seht, empfangt, was ihr seid“.

Für den Künstler ist die Zeichnung selbst nur ein Teil dieser Kunstform, genauso wichtig ist ihm ihr performativer Anteil. In der viertägigen Entstehungsphase interagiert der Künstler und sein Team im schwarzen Anzug und mit Mähgeräten in der Landschaft – immer auch in Kommunikation mit interessierten Zuschauern.

Ralf Witthaus Landschaftskunst ist dafür bekannt, dass sie eine Kunst für den Augenblick ist, denn alles wächst rasch wieder von alleine zu. Eine besondere Poesie liegt dem Werk inne, denn es ist ein ungewöhnliches Zusammenspiel von künstlerischer Arbeit, Zeichnung, Performance und Landschaftserlebnis.

Das Projekt wird ermöglicht durch die Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Helfern, sowie STIHL, offizieller Ausrüstungspartner von Ralf Witthaus.

Wir möchten Sie ganz herzlich zu einem Pressetermin am 12. Juli 2024 um 16 Uhr einladen, um über diese ungewöhnliche Arbeit im Prozess zu berichten. Gerne können auch anderweitige Termine vereinbart werden.

Informationen und Anmeldung unter info@walderdorff.net oder +49.1794620105.

Weitere Informationen unter https://walderdorff.net/exhibitions/sensus-terrae/

sensus terrae

Eröffnung: Sonntag, den 14.07.2024, 11-16 Uhr

Ausstellungsdauer: 15.07. bis 27.07.2024, jeweils 17 bis 19 Uhr

Ort: Sägewerk Rumplmayr, Aurachmühl 3, 4813 Neukirchen-Altmünster

Foto: Das Molsberger PANTHEON, 2018 Fotograf (C) Harald Neumann

Das PERPETUUM erhält den 3. Preis auf dem Internationalen Kunstfestival „Bewegter Wind“

30. August 2023 von Ralf Witthaus · Allgemein

Das PERPETUUM auf dem Helfenberg (Ausschnitt), Fotograf: Uwe Thon

Die erste Rasenmäherzeichnung in diesem Jahr habe ich auf dem internationalen Windkunstfestival „Bewegter Wind“ realisiert. Es entstand ein neues PERPETUUM, eine Form die mich schon seit längerem bewegt: Zwei geschlängelte Wege für zwei (oder mehr) Menschen, wie ein Lebensweg, zum ersten Mal als freie Form gezeichnet, wie ein Wind durch die Landschaft. Fragmenthaft verbindet es die Festivalstandorte und verweist damit auch darüber hinaus.

Die Zeichnung hatte in der Summe eine Länge von etwa 300 Meter, und wurde von mir und meinem Team innerhalb von 3 Tagen in die Landschaft geschnitten. Keine leicht Aufgabe: Eines der Flächen für das Kunstwerk war der Helfenberg, der eine starke Steigung aufweist. Das Equipment wurde von STIHL gesponsort.

Die Veranstaltung „Bewegter Wind“ ist eines meiner Lieblingsfestivals, die Kuratorin Reta Reinl bringt es mit viel Liebe und großem Aufwand alle zwei Jahre in die Welt. Es ist als Wettbewerb organisiert, findet immer im ländlichen Raum in Hessen statt und ist jedes Mal sehr gut besucht. Es ist ein Festival für die Windkunst, eine kleine und besondere Sparte innerhalb der bildenden Kunst, aber auch offen für andere Disziplinen, soweit der Bezug stimmt. Das macht es sehr spannend für mich.

Unter all den guten Werken der vielen nationalen und internationalen Künstler hat die Jury das Landschaftskunstwerk PERPETUUM überzeugt und es freut mich sehr, dass es mit dem 3. Preis am Sonntag ausgezeichnet worden ist.

Foto (C) Stephanie Guhl

neue Aktivitäten – 2023

12. Juni 2023 von Ralf Witthaus · Allgemein

Mit dem Ende der Coronamassnahmen Anfang Januar fängt der Kunstbetrieb so langsam wieder an Fahrt aufzunehmen. Ein paar Beteiligungen an Gruppenausstellungen gab es jetzt im ersten halben Jahr, sowie künstlerische Seminare und die Vorarbeit für ein Großprojekt von dem ich eigentlich gedacht habe, es erst viel später in meinem Leben anpacken zu können. Noch ist es nicht so weit, mehr dazu zu sagen.

Ein absolutes Highlight war die Leiterpyramide, die ich mit 150 Mitarbeitern von Sagaflor Anfang des Jahres in Kassel baute. Das hat mich sehr inspiriert.

Zwei Ausstellungsbeteiligungen stehen in den nächsten Wochen an:

Das Stille-Post-Projekt wird im Forum für Kunst und Kultur in Herzogenrath gezeigt: Am 16. Juli um 11 Uhr ist dort die Eröffnung.

Zu dem Kunstfestival Bewegter Wind wird ein neues PERPETUUM-Projekt realisiert. Die Rasenmäherzeichnung entsteht in der Woche vom 8. bis zum 12. August. Die Eröffnung des Festivals ist am 13. August.

Herzliche Einladung nach Obersontheim

17. Oktober 2022 von Ralf Witthaus · Allgemein

Pressemitteilung / 19. Oktober 2022

Ralf Witthaus und sein Team schneiden auf der Wiese an der Koppenmühle in Obersontheim mit Akkusensen und Rasenmähern ein Kunstwerk. Für den Zeichenprozess nutzt er den grafischen Kontrast, den das Stutzen des Rasens bis an die Grasnarbe erzeugt. 

Der Crailsheimer Künstler mit Kölner Wurzeln arbeitet immer in schwarzem Anzug und weißen Hemd. Sein Oeuvre verbindet spartenübergreifend Zeichnung, Aktionskunst und Landschaftsarchitektur. Er sagt: „Landschaft ist für mich wie eine Leinwand“. 

Ab dem 30.10.22 wird mit der Vermessung seines ca. 1.000 Quadratmeter großen Kunstwerkes auf der Wiese an der Koppenmühle begonnen, die Rasenmäherzeichnung soll innerhalb von 3 bis 4 Tagen fertiggestellt werden.

Zum Künstlergespräch am Dienstag den 01.11.2022 um 15:00 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Veranstaltungsort: 

Kulturdenkmal Koppenmühle, Haller Str. 14, 74423 Obersontheim

Das Projekt wird ermöglicht durch ein NEUSTART KULTUR-Stipendium der Stiftung Kunstfonds, sowie durch die Firma STIHL, die Maschinen und Sicherheitstechnik zur Verfügung stellt.

Foto: (C) Harald Neumann, 2011

Rasenmäherzeichnung „Segname“ im Krügerpark Eningen

27. September 2022 von Ralf Witthaus · Allgemein

Wie bei all meinen Arbeiten gibt einen örtlichen Bezug. Am Eingang des Parkes steht „Gordona“, so heisst die Doppelskulptur von Gudrun Krüger. Man sieht der Skulptur am Eingang des Parkes an, dass die bekannte Eninger Künstlerin sich auseinandersetzte mit Henry Moore, den sie persönlich kannte. „Gordona“ besteht aus zwei floralen, insektoiden Skulpturen – offensichtlich ein Paar, das gemeinsam durch das Leben geht. Der Name der Bildhauerei verweist auf eine kleine Gemeinde in Norditalien.

Heute ist der Krügerpark der zentrale Park in Eningen, unweit des Rathauses. Einst war diese Fläche der private Garten der Familie Krüger. In den letzten Jahren hat der Krügerpark sich Stück für Stück zu einem Skulpturenpark entwickelt.

Am Wochenende traf ich Gudrun Krügers Söhne dort. Sie machten zu den offenen Ateliers Führungen in dem Elternhaus und es entwickelte sich ein sehr schönes interessantes Gespräch über die Kunst ihrer Mutter. Auf die Frage nach dem Titel „Gordona“, wussten sie, dass ihre Mutter gerne ins Tessin fuhr. Doch ob sie jemals nach Gordona gereist ist, ist nicht bekannt.

Torre di Segname“ heißt nahe Gordona ein Turm in den Bergen. Es ist das bekannteste Landmark dort, von weithin sichtbar. Ein Turm mit tausendjähriger Geschichte, er diente nicht der direkten Verteidigung: Er war dazu erbaut worden um mit Fahnen und Feuern über große Distanzen kommunizieren zu können. Heute ist der Torre di Segname ein beliebtes Ziel für Wanderer.

Im Krügerpark findet sich nun mit der Rasenmäherzeichnung auf etwa 70 Meter Länge ein künstlerisches Pendant zu der vorhandenen Bronzeskulptur. Die in den Rasen geschnittene Zeichnung „Segname“, die sich nun den Hang hinaufschlängelt, bezieht sich nicht nur auf die alte Architektur in den italienischen Alpen, sondern auch auf das Oeuvre von Gudrun Krüger. Mein Perpetuummotiv taucht wieder auf, doch dieses Mal mehr als florale Form. Auch die versteckte Zahlenmystik, die sich durch das Krügersche Werk zieht, findet sich mit den sieben Elementen wieder. Aus dem anwachsendem Schlängelpfad wird oben ein großer Kreis, der einen kleinen weiteren Kreis hervorbringt, wie eine Knospe. Spielerisch laufen Passanten auf diesen Wegen, Wege kreuzen sich, gehen wieder auseinander, um sich wieder zu kreuzen. Für mich ist „Segname“ ein Werk über das gemeinsame Leben, das Ankommen, das Überblicken können, das Zurückschauen, und seinen Teil zu geben, für die Zukunft, die Gesellschaft und der nächsten Generation.
 
Ort: 72800 Eningen unter Achalm, Krügerpark, Navi:/Eingang von der Kreuzung Bahnhofstraße/Eugenstraße 

Das Werk ist noch etwa 10 Tage sichtbar, bevor es wieder zugewachsen ist.

+ Danke:

Das Projekt wurde ermöglicht durch die Gemeinde Eningen und dem Neustart Kultur Stipendium der Stiftung Kunstfonds. STIHL unterstützte das Projekt mit Maschinen und Sicherheitsequipment. Ich bedanke mich auch besonders bei dem Team, dass trotz des wechselhaften Wetters angereist ist und das Projekt realisiert hat: Uta, Doro, Ramona und Mathieu.


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